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Puppen Museum in Island

Das Internationale Puppen-Museum bei Isafjördur Initiativen wie das Puppen - Museum sind Grundlage für die notwendige , lokale Entwicklung. Sie erhöhen die Attraktivität von entwicklungsschwachen Regionen und sind Katalysatoren für weitere Bewegungen.

Dorothee Lubecki vom Wirtschafts- und Regionalentwicklungsverband der Westfjorde hat das Potential der Initiativen erkannt und entsprechend gehandelt.

• Eirikur Finnur Greipsson vom Museumsfond Önundarfjördur denkt an einen Wettbewerb für ein neues Museum, zu dem Architekturstudenten eingeladen werden können, Sponsoren sorgen für Preise, eine Jury wählt aus, die Resultate werden ausgestellt., etc.

• Zeitweise kann eine derartige und beständig erweiterte Sammlung ausgeliehen werden und dafür ähnliche Initiativen umgekehrt ausstellen.

Vorgeschichte:
Vor einiger Zeit erfuhr Dorothee Lubecki vom Wirtschafts- und Regionalentwicklungsverband der Westfjorde per Internet und über Professor Dr. Pintsch (Deutsche Gesellschaft zur Förderung der Kultur, e.V.) von den erfolgreichen Selbsthilfe-Projekten in Pakistan, Kamerun und Kolumbien. Aus ersten Kontakten entwickelte sich eine Projektidee für Nordwest-Island.

Aufbau eine internationalen Puppenmuseums in Flateyri.
Das Projekt soll im Rahmen des Regionalentwicklungsprogramms realisiert und durch Mitarbeiter des Wirtschafts- und Regionalentwicklungsverbandes der Westfjorde betreut werden. Ziel ist es, neben einem touristisch attraktiven Ziel, ein internationales Zentrum für die Region zu schaffen. Puppen werden dabei als Mittler zwischen den Nationen und Kulturen gesehen, sollen das Bewußtsein für das Fremde öffnen und Rassismus und Ausländerfeindlichkeit vorbeugen.
Es mag erstaunlich klingen, daß diese Thematik gerade in den Westfjorden interessant und wichtig erscheint. Die Idee, ein Puppenmuseum mit internationalem Flair in dieser entlegenen Region der Welt einzurichten, paßt jedoch in vieler Hinsicht ausgezeichnet hierher. Eine Recherche im vergangenen Frühjahr ergab einen Ausländeranteil von ca. 10 % in der Region (landesweit 2 - 3 %) mit Vertretern aus 41 Nationen.

Die Gründung und Leitung des Museums wird in den Händen von Frauen verschiedener Nationalitäten liegen und soll dazu beitragen, eine oder mehrere Arbeitsstellen zu schaffen.

Ort für den Museumsaufbau ist das Fischerdorf Flateyri in der Gemeinde Isafjördur. Ein Lawinenunglück hat den Ort 1995 in eine tiefe Krise gestürzt. Zusätzlich zu vielen Menschenopfern hat er sein kleines Museum, diverse Arbeitsstellen und seine Mitte verloren. Die Aufbauarbeit im Ort wurde gemeinsam von Isländern und Ausländern, die zum Teil seit vielen Jahren dort leben, bewältigt, so daß dieser Ort zu einem Beispiel harmonischen Miteinanders vieler Nationen geworden ist.


Durchführung:

Die Umsetzung der Idee begann Anfang August 1999 mit der Stiftung von etwa 100 Exponaten aus etwa 22 Ländern aus der Privatsammlung von Dr. Senta Siller, Berlin und drei Frauen-Projekten (Kamerun, Kolumbien, Pakistan) der DGFK e.V. Der Museumsfond Önundarfjördur nimmt dieses Geschenk mit großer Freude entgegen.

Dr. Siller und Professor Dr. Pintsch sind auf Einladung des Museumfonds Önundarfjördur und des Wirtschafts- und Regionalentwicklungsverbandes der Westfjorde nach Flateyri gekommen, um im Handwerkshaus, dem provisorischen Puppenmuseum, in der Hafnarstaeti 4 die Puppensammlung temporär aufzustellen, solange der Aufbau des neuen Museums noch nicht abgeschlossen ist.


Ausblick:

Geplant ist die Ausstellung von Puppen aus aller Welt zu verbinden mit den jeweiligen Herkunftsländern und so direkt/indirekt das Bewußtsein der Betrachter zu erweitern. Denkbar sind z.B. Thementage, internationale Küche, Folkloreabende etc. in Verbindung mit der Ausstellung in Flateyri. Interessant wäre auch eine Verbindung zu den von Frau Siller betreuten Projekten herzustellen und so deren Wirkungskreis zu erweitern. Eine Enwicklung von isländischen Puppen, in Verbindung mit dem Museum, Workshops, etc. sind weitere Aspekte, die sich im Laufe der Zeit umsetzen lassen.


Kontaktdaten:
Dolls from Greenland

dollsproject@yahoo.dk

Client: Leif Erikson Airport, Keflavik

Design-Consulting & Research Work: Dr Senta Siller
sentasiller@hotmail.com

Prototypes: Mrs Elisabet Petursdottir, Flateyri
Manufacture: GreenlandHandicraftGroup

Cooperation: International Dolls Museum, Flateyri;
Women Art Centre, Thatta Ghulamka Dhirokatypes: Inuit

Dolls from Iceland
idm606@hotmail.com

Client: Leif Erikson Airport, Keflavik

Design-Consulting & Research Work: Dr Senta Siller
sentasiller@hotmail.com

Prototypes: Mrs Elisabet Petursdottir, Flateyri
Manufacture: Women Art Centre (AFA), Thatta Ghulamka Dhiroka

Cooperation: International Dolls Museum, Flateyri

types: traditional Coupl
Dolls of the World

 


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